Externe Links richtig verlinken in WordPress

externe Links richtig verlinken in WordPress

Stehst du gerade vor dem Problem, welche Link-Beziehung für welchen externen Link in WordPress eingetragen werden soll? Möchtest du einen Affiliate-Text oder ein Bild mit einem rel-Attribut versehen, weißt aber nicht welches? Okay. Ich erkläre dir die Unterschiede zwischen nofollow, noreferrer, noopener, ugc und sponsored, was es dabei zu beachten gibt und in welchen Fällen du sie anwenden kannst.

Was ist das „rel-Attribut“?

Davon ausgehend, dass du dich bereits mit dem Thema Hyperlinks (kurz: Links) befasst hast, solltest du zuerst einmal wissen, dass das sogenannte rel-Attribut nur bei Verlinkungen eingesetzt wird, in denen das href-Attribut in Verbindung mit einem <a>-Tag vorhanden ist. Ein Beispiel:

<a href="https://www.verlinkte-domain.de/" rel="nofollow">Linkbeschreibung</a>

Die Abkürzung „rel“ steht im Englischen für „relationship“ (dt.: Beziehung). Das rel-Attribut erklärt die Verbundenheit zwischen der aktuellen Webseite (auf der du die Verlinkung einträgst = Startlink) und der verlinkten Webseite (URL, zu der du verlinken möchtest = Linkziel). Deshalb spricht man im Deutschen auch von Link-Beziehung. Die Begriffe „rel-Attribut“ und „Link-Beziehung“ meinen also das Gleiche.

Da wir uns in der englisch-sprachigen HTML-Programmierung bewegen, bleibe ich im Folgenden bei der Bezeichnung rel-Attribut. Aber keine Bange, du musst nicht programmieren können, um die von mir erklärten Schritte umzusetzen. 😉

Außerdem konzentriere ich mich in diesem Artikel auf externe Links. (Wie man interne Anker-Links einfügt, erkläre ich im Artikel Anker-Link in WordPress setzen ohne Plugin).

TIPP: Den vollständigen Link siehst du in WordPress, wenn du den Text-Editor bzw. Text-Modus des Beitrags oder der Seite öffnest. Dort kannst du den Link auch bearbeiten.

Warum brauchen Suchmaschinen „rel-Attribute“?

Suchmaschinen wie Google, Bing, DuckDuckGo, Startpage.com, Ecosia oder MetaGer benötigen „rel“-Angaben bei der Verlinkung zwischen verschiedenen Webseiten, damit sie unter anderem nachvollziehen können, was mit dem Link passieren soll. Ein Beispiel:

Ich verlinke die Wortfolge „das Rezept von Johanna hat mich begeistert“ in meinem Blogbeitrag zu einem Artikel auf einer fremden Webseite, wo das Rezept zu finden ist. Weil ich aber nicht will, dass die Suchmaschine von Google meinen Blogbeitrag mit dem fremden Artikel verknüpft, füge ich in die Verlinkung rel=“nofollow“ ein.
VORTEIL: Sollten sich auf der fremden Website zu einem späteren Zeitpunkt die Inhalte ändern (zum Beispiel bei Inhaberwechsel), werden von Google die fremden Inhalte – soweit möglich – nicht mit deinem Blog in Verbindung gebracht. NACHTEIL: Nicht alle Suchmaschinen halten sich strikt an die rel-Angaben und erzeugen manchmal haarsträubende Einträge bzw. Verknüpfungen zu fremden Inhalten.

MERKE: Suchmaschinen können aus rel-Attributen „herauslesen“, wie der externe Link zu verstehen und zu behandeln ist. „rel“-Angaben sind aber keine Garantie für „schlaue“ Suchmaschineneinträge.

Nichtsdestotrotz fokussiere ich mich auf die zurzeit gängigsten und wohl wichtigsten rel-Attribute für die Verlinkung von Wörtern im Text sowie eingefügten Bildern in WordPress. (Dabei ist es egal, ob du WordPress.org oder WordPress.com nutzt). Und ich erkläre dir nachstehend, welches rel-Attribut du in welchem Fall einsetzen kannst.

„rel-Attribute“ und ihre Funktionen

nofollow
Google & Co. sollen diesem Linkziel nicht folgen und nicht mit den Inhalten deiner Webseite verknüpfen, auf der du die Verlinkung eingetragen hast. „nofollow“ wird seit Jahren von zig Website-Betreiber:innen eingesetzt als eine Art Absicherung gegen unerwünschte Suchmaschineneinträge und Distanzierung zu fremden Inhalten, zum Beispiel bei Affiliate-Links oder Medieninhalte. Ob Suchmaschinen „nofollow“ auch wirklich berücksichtigen, wird allerdings von vielen Bloggern bezweifelt.
noopener
Dieses rel-Attribut setzt WordPress bei jeder Verlinkung automatisch ein. „noopener“ soll verhindern, dass die Zielseite (falls diese bösartigen Code enthält) window.opener-Javascript-Eigenschaften bzw. Opener-Browsing-Kontext nutzt, um zum Beispiel an die Daten deiner Besucher:innen zu gelangen.
noreferrer
Der Einsatz von „noreferrer“ soll verhindern, dass der Referrer-Header mitgesendet wird, wenn auf deinen Link geklickt wird. Referrer-Header werden nämlich gern von Dritten zu Analyse-Zwecken genutzt und verraten unter anderem, von welcher Seite aus auf den Link zugegriffen wurde. Affiliate-Programme raten davon ab, Affiliate-Links mit diesem rel-Attribut zu versehen.
ugc
Das rel-Attribut „ugc“ steht im Englischen für „user-generated content“ (dt.: benutzergenerierter Inhalt). Kommentare auf deiner Website sind beispielsweise benutzergenerierte Inhalte. Enthält ein Kommentar einen Link zu fremden Inhalten, sollte dieser (Google zufolge) mit „ugc“ gekennzeichnet sein.
sponsored
Mit „sponsored“ sollten Links gekennzeichnet sein, mit denen du Geld verdienst (zum Beispiel Affiliate-Links, Links von Werbepartner:innen).

„rel-Attribute“ kombinieren

Du siehst, mit rel-Attributen kannst du eine ganze Menge bewirken, sei es im SEO-Bereich, im Marketing oder einfach zur Sicherheit. Aber es kommt noch besser: Du kannst sie auch kombinieren (was ich unbedingt empfehle).

Bleiben wir bei dem Eingangsbeispiel und ergänzen die Verlinkung wie folgt im Texteditor bzw. Textmodus:

<a href="https://www.verlinkte-domain.de/" rel="nofollow noreferrer sponsored noopener">Linkbeschreibung</a>

Da „nofollow“ offenbar von einigen Suchmaschinen nicht berücksichtigt wird, hängst du einfach – durch Leerzeichen voneinander getrennt – weitere rel-Attribute dran. „noopener“ fügt WordPress wie beschrieben automatisch an, das brauchst du nicht extra einzutragen.

„rel-Attribute“ in WordPress-Titelbild einfügen

Nicht nur im Beitragstext, sondern auch in Bildern kannst du rel-Attribute einfügen. Als Beispiel nehme ich ein Titelbild in WordPress (nicht zu verwechseln mit dem Beitragsbild – das Titelbild fügt man an erster Stelle oben im Beitrag ein, bevor der Text beginnt):

Verlinkung mit rel-Attributen im Titelbild von WordPress
Verlinkung mit rel-Attributen im Titelbild von WordPress

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Klicke das Titelbild an.
  2. Klicke auf das Stift-Symbol Bearbeiten.
  3. Wähle unter EINSTELLUNGEN ANZEIGEN in der Zeile Link zur die Möglichkeit Individuelle URL aus.
  4. Trage in der Zeile URL den Link zu der externen Webseite ein, die sich öffnen soll, wenn das Bild von Besuchern angeklickt wird.
  5. Klicke unter ERWEITERTE OPTIONEN das Feld an vor Link in einem neuen Tab öffnen (sodass ein Haken zu sehen ist).
  6. Trage in der Zeile Link-Beziehung die entsprechenden rel-Attribute ein (durch Leerzeichen getrennt).
  7. Klicke auf den Banner Aktualisieren (jetzt schließen sich die Bild-Details).
  8. Jetzt noch den Beitrag SPEICHERN (oder: AKTUALISIEREN, wenn der Beitrag bereits veröffentlicht wurde), damit der Beitrag mit den Bild-Änderungen gespeichert wird.

Fertig. Gut gemacht! 🙂

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